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Geschrieben von Klaus Hamm   
Dienstag, 03 Juli 2007

Sportliches Spurt-Spektakel mit 4 Rädern und 16 Hufen

Mannschafts-Fahrprüfung der besten Quattros

RRV Rastede. Die schon traditionell gewordenen Rasteder Viererzug-Wettkämpfe, die einesteils im so genannten "Championat" in der Klasse S in den drei Teilprüfungen Dressur, Hindernis- und Geländefahren zunächst mit jeweils eigener Dotierung ausgetragen und deren beste Teilnehmer schließlich in einem kombinierten Prüfungsergebnis bewertet, platziert und honoriert werden, sind in diesem Jahr um einen weiteren spektakulären "Spurt-Wettkampf" erweitert worden.

Die Veranstalter haben diese erstmals im Programm eines Oldenburger Landesturniers stehende Prüfung als Mannschafts-Fahrprüfung für Vierspänner ausgeschrieben und sie im Zeitplan so terminiert, dass sie praktisch ein "Höhepunkt unter Höhepunkten" ist: Gestartet wird am Sonntag (22. Juli) kurz nach 14 Uhr unmittelbar im Anschluss an die Siegerehrung des Rasteder Viererzug-Championats, und damit etwa 45 Minuten vor dem 1. Umlauf der Drei-Sterne-Sprinprüfung zum "Großen Preis der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg".

Die Teilnahme an dieser mit insgesamt 2400 Euro und einem Züchterpreis dotierten "Blau-Roten-Aufholjagd" ist den Vierergespann-Fahrern jedoch nicht einfach freigestellt, sondern an gewisse Vorbedingungen gebunden. Startberechtigt sind nur die sechs besten Züge aus der Championats-Kombi-Prüfung. Verzichtet einer dieser Fahrer auf seinen Startplatz, erfolgt ein Nachrücken durch den Nächstplatzierten.

Der vom Veranstalter festgelegte Team-Modus sieht vor, das die in der Kombi-Prüfung an erster und sechster Stelle platzierten Gespanne eine Mannschaft bilden, analog dazu die an zweiter und fünfter Stelle Platzierten und schließlich die an dritter und vierter Stelle. Somit werden drei Teams auf die rund 750 Meter lange Strecke geschickt, die auf dem Hauptplatz mit etwa zehn Hindernissen in Form von Kegel-Toren aufgebaut wird. Die Start-Reihenfolge der Teams wird durch das Los bestimmt, Start- und Ziellinie sind nicht identisch.

Der Clou dieser Gespann-Jagd aber sind gewisse Auflagen, die es in sich haben: Das Doppel-Team muss zusammen vor der Startlinie Aufstellung nehmen, nach dem Startsignal fährt einer der Leinenkünstler los, der zweite wartet so lange, bis der erste nach rund der Hälfte des Parcours eine dort "schwebend" angebrachte Glocke läutet und damit das Signal für den Start des zweiten Gespanns gibt. Jeder Hindernisfehler des ersten Fahrers wird mit zehn Strafsekunden geahndet, das Hindernis selbst wird nicht wieder aufgebaut. Das zweite Team braucht nur die noch stehen gebliebenen Hindernisse zu durchfahren, hierbei zählt jeder der dabei gemachten Fehler fünf Strafsekunden. Die Zeit wird gestoppt, wenn der zweite Fahrer die Ziellinie überfährt. Die Mannschaft mit der geringsten Zeit-Strafsekunden-Summe ist schließlich Sieger dieses Spurt-Spektakels, das - wie Wolfgang Teske vom Organisationsstab meinte - "durchaus in künftigen Landesturnier-Programmen seinen festen Platz haben kann, wenn es Publikum und Fahrern gleichermaßen gefällt!"

Weitere Informationen zum 59. Oldenburgischen Landesturnier finden Sie im Internet unter www.reitverein-rastede.de 

 
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