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Geschrieben von Klaus Hamm   
Montag, 16 Juli 2007

Große Namen gehen auf "Große Tour"


Olympiasieger und Deutsche Meister kommen nach Rastede

Über 800 Aktive in 96 Prüfungen - Blau-Rot wichtige Komponente

RRV Rastede. Zum 59. Oldenburger Landesturnier (17. - 22. Juli) haben im Springen, in der Dressur und im Vierspänner-Fahren große Namen aus der nationalen und internationalen Reitsportszene ihren Start im Rasteder Schlosspark angekündigt.In den S-Prüfungen der „Großen Tour“ sind es unter anderem die Deutsche Meisterin im Springen der Damen, Mylene Diederichsmeyer aus Steinhagen, der Doppel-Olympiasieger Ulrich Kirchhoff aus Rosendahl und der dänische Nationenpreis-Reiter Sören Pedersen aus Holzhausen. Aber auch der „Neu-Ukrainer“ Björn Nagel aus Neumünster und nicht zuletzt Oldenburgs Top-Reiter Gerd Sosath aus Lemwerder, Sieger im „Großen Preis“ 2006, sind in den sieben Ein-, Zwei- und Drei-Sterne-Prüfungen keineswegs chancenlos. In den Starterlisten der S-Dressuren sitzen mit Bianca Kasselmann (Rasteder Grand Prix-Siegerin 2006), Miriam Henschke und Insa Hansen aus Osnabrück, Kira Wulferding aus Holzhausen und Tanja Lammers aus Cappeln hochkarätige Amazonen im Sattel. Bei den Vierspännern sind unter 15 Teilnehmern die Meisterkutschen von Rainer Duen (Thüle), Christoph Sandmann (Lähden) und Titus de Wolff (Filsum) favorisiert.
Mit bis jetzt 1938 gemeldeten Pferden, über 3100 belegten Startplätzen und 802 teilnehmenden Reiterinnen und Reitern unterstreicht das Landesturnier einmal mehr seine Spitzenposition unter den ländlichen pferdesportlichen Großveranstaltungen in Europa. In den ausgeschriebenen 96 Prüfungen decken der Renn- und Reitverein (RRV) Rastede, der Reiterverband Oldenburg und der Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes als Veranstalter einen weiten Bereich der gängigsten Reitsportaktivitäten ab.

Claas E. Daun, Turnierleiter und Vorsitzender des RRV, sieht dabei in der seit Jahrzehnten ausgeübten Bewahrung der Blau-Roten-Tradition eine bedeutende Rasteder Turnier-Komponente. Daun: „Durch dieses Traditionsbewusstsein heben wir uns klar ab von anderen Veranstaltungen dieser Art, wir werden die blau-rote Marktlücke auch weiterhin besetzt halten.“ Blau-Rot sei praktisch das letzte Band, das viele der in der Vergangenheit geschaffenen Oldenburger Werte hochhalte und als wichtige Kombination zwischen überliefertem Brauchtum und modernen Erfordernissen nicht wegzudenken sei. Er sei sich sicher, dass die Oldenburger Reitsport-Anhänger diese Mischung aus modernem Reitsport und überlieferter Tradition, in der eine einzigartige Partnerschaft von Mensch und Pferd praktiziert werde, auch 2007 durch den Besuch des Turniers wieder honorieren würden.

In den letzten Jahren kamen im Schnitt 28 000-30 000 Zuschauer zu den Rasteder Reitertagen.
 
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