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Geschrieben von Klaus Hamm   
Mittwoch, 21 November 2007

Gefahrstoffe in zwei Garagen in Wahnbek gelagert

Umweltschutzermittler der Polizei schreiten ein

Foto: Polizei
Garagen mit gestapleten Gefahrstofffässern
Am Dienstag, wurde die Polizei gegen 14.00 Uhr vom Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg über eine mögliche unerlaubte Lagerung von Gefahrstoffen in zwei Garagen am Nordkreuz in Wahnbek informiert. Sofort wurde die Örtlichkeit von den Polizeiumweltschutzermittlern aus Westerstede und Oldenburg unter die Lupe genommen. Schnell war klar, dass die dort untergestellten Fässer dort nicht gelagert werden durften. Die Garagen und das Labor in einer nebenstehenden Halle wurden versiegelt. Für die weiteren Ermittlungen wurde die Technische Ermittlungsgruppe Umwelt der Polizeidirektion Oldenburg und ein Chemiker als Sachverständiger hinzugezogen. Das Ergebnis bei den heute Morgen durchgeführten Ermittlungen war erschreckend. Nach ersten Schätzungen waren ca. 15 Tonnen Chemikalien in den Garagen gelagert. Der Vermieter, ein Bauunternehmer, der die Garagen an einen 63-jährigen Firmeninhaber für Chemie vermietete, brachte die Polizei auf die Spur des ungenehmigten Lagers. Er hatte die vereinbarte Miete seit geraumer Zeit nicht erhalten und riskierte einen Blick in die vermieteten Objekte. Erschrocken verschloss er die Tore wieder. Fässer mit unbekanntem Inhalt waren bis zur Garagendecke gestapelt. Folgerichtig schaltete der Bauunternehmer das Gewerbeaufsichtsamt und die Polizei ein. Viele Flüssigkeiten wurden typisiert und reichten vom destilierten Wasser bis zur Ameisensäure. Eine Fachfirma aus Bramsche wurde vom Bauordnungsamt des Landkreises mit der Entsorgung der Gefahrstoffe beauftragt.

Foto: Polizei
Gefahrstofflager in der Laborhalle
Nach ersten Erkenntnissen hatte der 63-jährige Beschuldigte , der zugleich auch Chemiker ist, bis vor acht Monaten eine Firma in Oldenburg und stellte Reinigungsmittel her. Diese Räumlichkeiten hatte er damals aber ordnungsgemäß und "besenrein" an seinen Vermieter wieder übergeben. Im aktuellen Fall ermittelt die Polizei gegen den Chemiker wegen des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen und Stoffen.
(Quelle Foto und Text: Polizei Oldenburg)

 
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