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Geschrieben von Henning Cordsen   
Mittwoch, 24 Dezember 2008

Zu NWZ vom 21.11.08: Gutes Verhältnis zu Anliegern

Meine Überschrift: CDU will Gemüter beruhigen

Die Rasteder CDU – maßgeblich beteiligt am nach wie vor umstrittenen Ratsbeschluss zur Einrichtung des neuen Industriegebiets an der B211 – versucht die Gemüter von „Nörglern“ und anderen zu beruhigen. Das Parkett dazu bietet die chemische Fabrikationsstätte der BüFa. Da wird die wunderbare Welt mit den Augen der Rasteder CDU dargestellt. Fand sie doch mit BüFa ein nach eigenem Urteil „gut geführtes Unternehmen“ vor.

Ob die Menschen in Hahn und Liethe wissen, warum BüFa die Fabrikationsanlagen für Reaktionsharze mit empfindlichen Sensoren und einer Schutzwanne versehen musste? Warum hat BüFa von der Gemeinde keine Probleme zu erwarten? Gibt es in Hahn keine Auflagen zu beachten? Handelt es sich um ein uneingeschränktes Industriegebiet wie an der B211? Jeder mag seine eigenen Antworten finden und dabei auch an die sachlichen Gegenargumente zur kürzlichen kontroversen Ratsabstimmung denken. Warum wird erwähnt, dass der Termin nicht „aus aktuellem Anlass“ vereinbart wurde? Hat die CDU im Nachhinein etwa ein schlechtes Gewissen?

Kaum glauben mag man, dass es Einwohner in Loy oder Ipwege geben wird, die den ersten neuen Industriebetrieb am Kreuz Oldenburg-Nord mit Girlanden zu schmücken bereit sind. Nein, hier sollen die stummen, aber insgeheim kritischen Gemüter in den eigenen Reihen der CDU Rastede beruhigt werden. Frei nach dem Motto: Ist alles nicht so schlimm gewesen. Und ausserdem geht es nach dem Gemeindewillen weiter in der so arbeitsplatzfreundlichen und gewerbesteuererhöhenden Ansiedlungspolitik: Ab Anfang 2010 werden laut Gemeinde nördlich der Raiffeisenstraße ca. 10ha für Unternehmen bereitgestellt - vorausgesetzt die Mehrheitsgruppe setzt sich wieder durch und wischt Argumente ihrer politischen Gegner in und ausserhalb des Rates in der ihr eigenen Manier vom Ratstisch. Möglichst vieles ist bis zur nächsten Kommunalwahl durchzupeitschen. Die typische ammerländische Landschaftsstruktur mag woanders erhalten werden. Rastede wird von allen Seiten zubetoniert und im Internet werden per Foto beschauliche Ansichten vermittelt.

Henning Cordsen

Ipwege

 

 
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