Zur Navigation | Zum Inhalt
     
 

Rastede in alten Bildern

Online-Publikation des gleichnamigen Bildbandes von Heinz Coldewey, erschienen 1985 im Heinz Holzberg Verlag. Gedruckt wurde bei Isensee in Oldenburg. (ISBN 3-87358-240-6).
Ich danke dem Autor für die freundliche Genehmigung, dieses Buch hier online publizieren zu dürfen.

Ein Wort zuvor

Wer den Namen Rastede liest, dürfte annehmen, daß es sich um eine Raststätte in früherer Zeit handelt; diese Vermutung ist gar nicht abwegig, denn dieser Ort hat alle Eigenschaften, die einen Reisenden veranlassen könnten, in ihm zu verweilen. Mit dem Namen verhält es sich aber anders; er bedeutet Rodestätte. Er dürfte entstanden sein, als im hohen Mittelalter die Qualität der Beile, Äxte und Keile sich so verbessert hatte, daß man in verstärktem Maße die bis dahin vorhandenen Nutzungsflächen erweitern konnte.
Die vielen Ortsnamen mit den Endungen -rode oder -roda stammen aus dieser Zeit - wie Werningerode (am Harz) oder Friedrichroda (Thüringer Wald), also vor allem da, wo viel Wald war. Auch in unserem Fall war diese Voraussetzung gegeben. Liegt unsere Rodestätte doch im Ammerland, einem großen Waldgebiet, dem schon im frühen Mittelalter beurkundeten pagus ammeri, dem Ammergau. Hier besaß der Fiskus das Recht des Rodens und des Ansiedelns. Effektive Helfer waren dabei die Mönche, besonders wenn ihr Dasein durch den Satz "ora et labora" (bete und arbeite) geprägt wurde. In diesem Fall lebten sie in unserer Gegend in zwei größeren Klöstern, dem der Benediktiner in Rastede und dem der Zisterzienser in Hude, beide am westlichen Geestrand des Weserurstromtales gelegen.
Das Kloster Rastede, etwa um das Jahr 1000 gegründet, war durch mehrere Jahrhunderte der geistliche und kulturelle Mittelpunkt der Grafschaft Oldenburg. In ihm fertigte Hinrich von Gloysteen zum dienstlichen Gebrauch der Oldenburger Grafen eine Abschrift des Sachsenspiegels - maßgeblich für die damalige Rechtsprechung im Zivil- und Strafrecht - an. Dort entstand auch in lateinischer Sprache lange vor Hamelmann und Winkelmann die Rasteder Chronik 1059-1477, die durch die Übersetzung ins Deutsche durch Hermann Lübbing für jedermann zugänglich ist.
Mit der Reformation endet die Geschichte des Klosters. Graf Anton Günther nahm jetzt entscheidenden Einfluß auf den Bereich der ehemaligen Abtei. Auf dem Klosterhof ließ er einen Marstall mit Gestüt und Reitschule errichten. Die Basilika des ehemaligen Klosters wurde renoviert und das Abtshaus zu einem Lustschloß umgebaut. Doch wie in Oldenburg das Schloß, wurden in der darauf folgenden Dänenzeit (1667-1773) die Rasteder Baulichkeiten sehr vernachlässigt. Die Besitzer wechselten häufig, bis sich bei der Übernahme der Regierung durch das Haus Holstein-Gottorp jr. L. die Dinge grundlegend änderten. Schon 1777 erwarb der damalige Prinz Peter Friedrich Ludwig - er wußte schon, daß er einmal für seinen psychisch erkrankten Vetter die Regierung führen sollte - von dem in Holländisch-Indien reich gewordenen SuperKargo F. C. Römer das Lustschloß und ließ es gründlich im klassizistischen Stil erneuern. Es blieb bis heute in seiner Familie, und so wurde Rastede erst herzögliche, ab 1815 bis 1918 großherzögliche Sommerresidenz, was dem Ort erheblich zugute kam. Das Schloß mit dem Marstall, das Kavalierhaus, das Palais, der Venus-Tempel, das Hirschtor, dies alles vor dem Hintergrund des großzügig angelegten Schloßparks mit dem kleinen Rundteich, dem größeren Ellernteich, dazu die Jagdhütte und das Försterhaus - das alles diente der Repräsentanz der großherzöglichen Herrschaft und war gleichzeitig das beliebte Ausflugziel der Oldenburger Bevölkerung. Mit dem Zug nach Rastede, durch den Park nach Loy und von da zurück zum Ausgangspunkt war in der Zeit vor der Motorisierung ein fester Bestandteil im Repertoire der Stadtoldenburger Ausflugsmöglichkeiten.
Im Rahmen des allgemeinen wirtschaftlichen Aufstiegs der Bundesrepublik hat sich Rastede heute nachhaltig zu einem beliebten Wohnort entwickelt, der längst wie eine gepflegte deutsche Kleinstadt wirkt. Anziehungspunkte sind immer noch die oben genannten Bauten, die bereits 1059 geweihte St.-Ulrichs-Kirche mit der einzigen Krypta im Oldenburger Land und leistungsfähige Gastronomien aller Kategorien. Ein besonderes Ziel ist aber auch der weit über Oldenburgs Grenzen hinaus bekannte wunderschöne Turnierplatz, auf dem weltbekannte deutsche Springreiter ihre ersten Erfolge erringen konnten. Die alljährlich veranstalteten internationalen Rasteder Musiktage locken eine große Anzahl Besucher aus nah und fern nach Rastede. Erbgroßherzog Nikolaus von Oldenburg, Schirmherr der 1. Rasteder Musiktage, sagte 1956 zur Eröffnung: Wir wollen Brücken bauen über Grenzen hinweg.
Auch das Motorrad-Grasbahnrennen findet auf dem Rennplatz jedes Jahr wieder großes Besucherinteresse.
Wie nun aber dieses Rastede um die Jahrhundertwende bis etwa in die dreißiger Jahre ausgesehen hat, zeigen die folgenden Bilder. Möge der Betrachter seine Freude daran haben.

 

Luftaufnahme um 1935

 

 

Luftaufnahme um 1935

Die Hauptauffahrt zum Schloß. Links von Bäumen fast verdeckt der Marstall, rechts das Kavalierhaus, dahinter der Privatgarten.

 

 

 

Das Schloß um 1915

 

Das Schloß um 1915

Im Vordergrund eine Ausflugsgruppe. Die meisten etwa zehnjährigen Jungen tragen die damals üblichen sommerlichen Matrosenblusen, dazu die Klassenmütze. Die wenigen Mädchen scheinen eingeladene Schwestern zu sein, denn Koedukation war damals noch so gut wie unbekannt.

 

Das Schloß um 1920

 

Das Schloß um 1920

Schon zur Zeit des Herzogs Peter Friedrich Ludwig wurde von Carl Ferdinand Bosse im Stil des englischen Gartens der Schloßpark angelegt. Nach seinem Tode übernahm die Betreuung sein Halbbruder Christian Ludwig. Im Juli 1969 brannte der Dachstuhl des Schlosses aus, der vorherige Zustand wurde aber sehr bald wiederhergestellt.



Das Schloß um 1920

 

 

Das Schloß um 1920

Die Privatgartenseiten. Im Mittelpunkt der Fassade befindet sich der Eingang zum "Entrée-Saal" (Empfangs-Raum).

 

 

 

Rosengartenanlage

 

 

 

Die Rosengartenanlage im Privatgarten des Schlosses um 1925.

 

 

 

Das Kavalierhaus um 1910

 

 

Das Kavalierhaus um 1910

Dasselbe wurde etwa um 1795 erbaut, 1882/83 wurde es um ein Vollgeschoß erhöht. Die Ansicht zeigt das Gebäude von der Gartenseite aus.

 

 


Das Hirschtor um 1915

 

 

Das Hirschtor um 1915

Dieses bildete den Eingang zum Schloßpark an der Ecke Oldenburger Straße - Parkstraße. Es wurde 1870 errichtet. In der Zeitung "Der Landbote" vom 21.6.1923 wurde berichtet, daß in der Nacht zum 20.6. die Geweihe abgeschlagen wurden. Im Spätsommer 1945 gingen die Hirsche dann völlig verloren.

 

Venus-Tempel

 

 

 

Der Venus-Tempel im Schloßgarten um 1900

Der Pavillon wurde wahrscheinlich um 1792/93 erbaut. Auf einem Sockel stand die Figur einer Venus. Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Skulptur stark beschädigt und steht heute nicht mehr an ihrem alten Platz.

 

 

 

 

 

Die Wildhütten im Park um 1905

 

 

 

Die Wildhütten im Park um 1905

Diese standen in der Nähe des Rundteichs. Sie dienten zum Schutze und zur Fütterung des Wildes. Am Ende des Zweiten Weltkrieges waren sie so verfallen, daß sie bald danach abgebrochen wurden.

 

Der Rundteich um 1910

 

 

 

Der Rundteich um 1910

Der Teich war bereits angelegt, als Herzog Peter Friedrich Ludwig das Rasteder Schloß 1777 erwarb. Bei der Anlage des Schloßparks durch Carl Ferdinand Bosse wurde der Weiher umgestaltet.

 

Drei Generationen

 

 

 

Drei Generationen des regierenden Hauses Holstein-Gottorp jr. L. vor der Jahrhundertwende. Von links nach rechts: Erbgroßherzog Friedrich August (1900-1918), sein Sohn Nikolaus Friedrich Wilhelm (geb. 1897) und Großherzog Nikolaus Friedrich Peter (1853-1900).

 


Nikolaus Friedrich Wilhelm

 


Nikolaus Friedrich Wilhelm, Erbgroßherzog von Oldenburg (1887-1970), ein Patensohn des letzten Zaren Nikolaus II., in der Uniform der 19. Dragoner. Er war jahrelang Schirmherr der auf dem Rennplatz stattfindenden Landesturniere, ebenfalls Mitbegründer und Schirmherr der Rasteder Musiktage, die seit 1956 erheblich zur Verständigung unter den teilnehmenden Nationen beigetragen haben.

 


Großherzog Friedrich August

 


Großherzog Friedrich August mit seinen Kindern im Jahre 1916

Von links nach rechts: Prinzessin Altburg, Großherzog Friedrich August, Prinzessin Ingeborg, Prinzessin Sophie-Charlotte (verheiratet mit Prinz Eitel-Friedrich, einem Sohn des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II.), Erbgroßherzog Nikolaus.

 

 


Palais um 1910


Palais um 1910

Dieses Gebäude wurde am Ende des 18. Jahrhunderts zunächst eingeschossig im Auftrag des Reisemarschalls Graf von Schmettau erbaut. Es ging später in den Besitz des Budjadinger Gutsbesitzers Büsing über, der es 1822 an Herzog Peter Friedrich Ludwig verkaufte. Ein Umbau 1882/83 gab dem Palais die heutige Gestalt.

 

 

Palais um 1930

 


Palais um 1930

Von der Oldenburger Straße aus zu sehen, ist es mit wildem Wein begrünt. Nach 1945 stand das Gebäude zunächst unter der Verwaltung der britischen Besatzungsmacht. Später wurde es in mehrere Wohnungen aufgeteilt. Nachdem die Gemeinde Rastede das Palais mit seinem fünf Hektar großen Garten von der herzöglichen Verwaltung gepachtet hat, ist sie um eine gründliche Restaurierung des Anwesens bemüht.

 

 

St.-Ulrichs-Kirche um 1905

 

 

 

 

St.-Ulrichs-Kirche um 1905

Die Kirche wurde im Jahre 1059 geweiht. Der freistehende Glockenturm wurde in den Jahren 1460 bis 1480 erbaut, die Glocken stammen aus den Jahren 1498 und 1522. In dem kleinen Gebäude am Glockenturm war zunächst die Volksschule untergebracht, später diente es als Privatwohnung und Geschäftshaus.

 

 

 

 

St.-Ulrichs-Kirche um 1925

 

St.-Ulrichs-Kirche um 1925

Die Turmuhr (mit Gewichtsantrieb) wurde im Jahre 1908 von der Firma J. F. Weule in Bockenem am Harz geliefert. Die Gedenkhalle der Gefallenen von 1914/18 unten im Glockenturm wurde vom Kunstmaler Wilhelm Morisse gestaltet. Der Ahornbaum mit Sutzbank ist Anfang 1930 entfernt worden. Das Haus rechts am Glockenturm, zuletzt von Schumacher Struthmann genutzt, wurde 1956 abgebrochen. An dieser Stelle steht heute das Ehrenmalfür die Gefallenen des Krieges 1939/45.


Innenansicht der St.-Ulrichs-Kirche um 1930

Innenansicht der St.-Ulrichs-Kirche um 1930

Das Taufbecken stammt aus der Frühzeit des Gotteshauses, etwa um 1250. Die Kanzel rechts wurde von Ludwig Münstermann um 1612 erbaut, geschnitzt und bemalt. Das Altarbild wurde von einer Künstlerin gestaltet (Lucretia de St. Simon figuravit et pinxit Ao. 1636 - gestaltet und malte Anno 1636). 1695 stürtze das Deckengewölbe ein, wobei das Innere der Kirche stark beschädigt wurde. 1958/59 wurde mit erheblichen Mitteln restauriert. 1983 entdeckte man bei Renovierungen an der Decke Wolkenmalerei und an der Empore eine solche im Rokokostil. Beides wurde von dem Restaurator Jochen Seebach wiederhergestellt.

Krypta

 

 

St.-Ulrichs-Kirche

Romantische Säulen in der Krypta unter dem erhöhten Chor.

 

 

 

 

 

 

 


Deckel Sarkophag

 

 

 

St.-Ulrichs-Kirche

Der Deckel des Sarkophags, in dem Graf Moritz von Oldenburg ursprünglich in der Klosterkirche beigesetzt wurde. Als diese abgebrochen wurde, überführte man den Sarkophagdeckel des Grafen in die Krypta der St.-Ulrichs-Kirche. Seit 1959 liegt der Deckel mit der Figur des Grafen im Haupteingang der Kirche.

 

 

 

 


St.-Ulrichs-Kirche Großaufnahme Kopf

 

 

St.-Ulrichs-Kirche

Großaufnahme des Kopfes von Graf Moritz. Die aus Sandstein gemeißelte Skulptur liegt in leichter Beugung, das Lockenhaupt ist auf ein Kissen gebettet.

 

 

Ellernteich um 1900

 


Ellernteich, vom Loyer Kirchweg aus gesehen, um 1900

Mit der Anlage wurde im Jahre 1843 begonnen. Die Planung des Gartenbeudirektors Strack wurde durch Hofgärtner Frerichs ausgeführt - beide waren aus Oldenburg. Die Gesamtfläche des Teichs beträgt etwa vier Hektar.

 


Ellernteich um 1915

 

 

Ellernteich, von der heutigen Rennplatzseite gesehen, um 1915

In den Jahren nach 1945 wuchs der Teich immer mehr zu. Er wurde darum mit Erlen bepflanzt. Ab 1976 wurde der alte Zustand wiederhergestellt. Ellern bedeutet Niederungsland.

 

 

Ellernteich um 1905

 

 

Ellernteich um 1905

Die Wiesen im Hintergrund sind heute der Rennplatz, rechts ist eine kleine Insel. Im Sommer konnte man den Teich mit Booten befahren, im Winter auf ihm Schlittschuh laufen. Nach 1900 wurde der Teich auch zur Fischzucht genutzt.

 

 

Das Forsthaus 1910

 

Das Forsthaus im Eichenbruch am Loyer Kirchweg um 1910

Dieses Forst- oder Jägerhaus wurde 1843 erbaut. Es enthielt Wohnräume für den Parkaufseher. An der Ostseite befand sich ein Salon für kleinere Hoffeste oder Jagdgesellschaften. Heute wird es seit vielen Jahren von Familien bewohnt.

 

 


Die Wassermühle am Mühlenteich um 1910

 

Die Wassermühle am Mühlenteich um 1910

Die Mühle wurde im vorigen Jahrhundert im Schweizerhausstil erbaut. Anläßlich der Erweiterung der Rasteder Badeanstalt wurde der Teich 1965 zugeschüttet.

 

 

 

Die Wassermühle um 1930

 

 

Die Wassermühle um 1930

Das Mühlrad hatte etwa einen Durchmesser von fünf Metern. Als es völlig verfallen war, mußte es 1942 abgebaut werden. Das Gebäude wurde bis 1979 privat genutzt, heute befindet sich darin ein Restaurant.

 


Parkhaus an der Mühlenstraße um 1930

 


Parkhaus an der Mühlenstraße um 1930

Dieses Haus mit Restauration und Pension wurde 1921 von Richard Münchmeyer übernommen. Im Frühjahr 1928 brannte es ab. Der Neubau wurde zu einem Hotel erweitert. 1949 wurde es als solches aufgegeben. In das Haus zog die bäuerliche Volkshochschule, heute Evangelische Akademie, ein.

 

 

Gasthaus zur Linde

 

 

Gasthaus "Zur Linde" an der Oldenburger Straße um 1915

Die Gastwirtschaft hieß früher "Hülskrug". Sie ist seit 1898 im Besitz der Familie Otte.

 

 

 

Der Hof von Oldenburg

 

Der Hof von Oldenburg

Diese angesehene Gastronomie kaufte im Jahre 1879 Georg Ahlers, der bis dahin die Bahnhofsgaststätte innehatte. Er baute das Haus um und erweiterte es um einen Festsaal und einen Sommergarten. 1910 wurde das Anwesen um einen Wintergarten und um Gästezimmer erweitert. 1967 übernahm Klaus Helms die Restauration. 1971 wurde das alte Gebäude abgebrochen und an seiner Stelle von der Gemeinde Rastede unter dem bisherigen Namen ein repräsentativer Hotelneubau errichtet.


Der Hof von Oldenburg um 1905

 

Der Hof von Oldenburg um 1905

Der Besitzer und Gastronom Georg Ahlers sen. im Sommergarten mit Gästen aus dem Baugewerbe.

 

 

 

 

Der Rasteder Hof

 

 

Der Rasteder Hof von der Kaffeegartenseite aus um 1900

Dieses Gartenrestaurant war bei Einheimischen wie Auswärtigen sehr beliebt. Leider wurde es in letzter Zeit durch die Störung des wachsenden Verkehrs auf der Straßenseite immer weniger aufgesucht.

 

 

Der Rasteder Hof um 1915

 

 

Der Rasteder Hof um 1915

Derselbe wurde 1899 von August Brüggemann übernommen. Sein Sohn Otto als Nachfolger starb 1956, seine Ehefrau Hilde führte das Haus bis 1977 weiter. Der neue Besitzer war jetzt Werner Müller, der die Restauration aber schon 1979 weiterverkaufte. Von diesem wurde 1983 anstelle des Kaffeegartens ein großer Anbau errichtet.

 

Das Hotel

 

 

Das Hotel "Zum Grafen Anton Günther" um 1900

Links im Bild ist als Anbau der Festsaal des Hotels zu sehen. In diesem wurde 1926 das erste ständig spielende Kino eingerichtet, welches ab 1931 Tonfilme zeigte. 1952 wurde der Saal zu einem ordentlichen Lichtspielhaus umgebaut, welches 1966 seine Aufführungen einstellte.

 


Das Hotel

 

 

Das Hotel "Zum Grafen Anton Günther" um 1930

Das Haus wird seit etwa 150 Jahren als Gasthaus betrieben. Von 1924 bis 1983 war es im Besitz der Familie Röben.

 

 


Der Brinker Hof im Jahre 1909

 

Der Brinker Hof im Jahre 1909

Dieser wurde um 1850 erbaut und 1928 umgebaut und aufgestockt. Auf dem Foto ist der damalige Besitzer Töpken mit seiner Familie zu sehen. 1930 wurde an den Brinker Hof eine Mühle angebaut. Bis 1964 war das Anwesen im Besitz der Familie Johann Töpken jun., danach folgten als Besitzer Walter Lange und ab 1968 Franz Kauer.

 


Die Schloßstraße um 1930

 

 

Die Schloßstraße um 1930

Nach dem Gemeinderatsprotokoll vom 1.12.1863 wurde der bis dahin als solcher bezeichnete Leuchtenburger Weg vom Schloßtor bis zum Anschluß der Knoopstraße in Schloßstraße umbenannt. Sie wurde 1868 gepflastert.

 


Der Rasteder Bahnhof um 1900

 


Der Rasteder Bahnhof um 1900

Dieser wurde im Jahre der Eröffnung der Linie Bremen-Oldenburg-Heppens (Wilhelmshaven) 1867 erbaut. 1892 wurde an den Bahnhof ein Fürstenzimmer mit Empfangssalon für Gäste des Hofes angebaut. Am 28. Juli 1892 traf in diesen Räumen Kaiser Wilhelm II. mit Großherzog Nikolaus Friedrich Peter zu einem halbstündigen Gespräch zusammen.

 

Der Rasteder Bahnhof um 1920

 

 

Der Rasteder Bahnhof um 1920

Rechts im Bild sieht man die damals übliche Sperre, durch die man die Bahnsteige betreten konnte. Im rechten Teil des Gebäudes war bis 1970 die Bahnhofsgaststätte untergebracht. Der gesamte Komplex wurde 1976 abgerissen und druch einen Neubau ersetzt.

 


Die Bahnhofstraße um 1900

 

 

 

Die Bahnhofstraße um 1900

Dieselbe führt auf den Bahnhof im Hintergrund zu. Links im Bild sieht man das Postamt.

 


Das Postamt Rastede 1956

 

 

Das Postamt Rastede 1956

Dieses 1899 erbaute Gebäude befand sich bis 1980 in Privatbesitz. In diesem Jahr wurde es wegen Baufälligkeit abgerissen. 1982 wurde an derselben Stelle ein Neubau errichtet.

 


Die Bahnhofstraße um 1925

 

 

Die Bahnhofstraße um 1925

Diese wurde 1876 fertiggestellt und abwechselnd mit Kastanien und Linden bepflanzt. 1947 wurden diese gefällt und durch Rotdornbäume ersetzt.

 

 

Die Bahnhofstraße 1938

 

 

Die Bahnhofstraße 1938

Der Straße entlang stehen fünf Omnibusse der Firma Georg Struck, vorne einer (mit Anhänger) des Fabrikats Büssing, danach folgen vier Opel-Blitz-Busse. Bei Ausbruch des Krieges wurden alle Fahrzeuge zur Wehrmacht eingezogen. Der Büssing-Bus ging im Laufe des Westfeldzuges in die Normandie, die Opel-Blitz-Busse wurden nach Norwegen eingeschifft, erreichten aber nicht ihr Ziel.


Die Rasteder Volksschule

 

 

Die Rasteder Volksschule an der Bahnhofstraße 1955

Sie wurde 1873 für sechs Klassen erbaut. Als man 1956 an der Feldbreite einen Volksschulneubau errichtete, wurde in der obigen eine Realschule eröffnet. Das Gebäude wurde 1961 abgerissen, um einem vergrößerten Realschulneubau Platz zu machen.

 

Der Friedensplatz mit Denkmal

 

 

Der Friedensplatz mit Denkmal und die Knoopstraße um 1910

Das Denkmal wurde zu Ehren der im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gefallenen Rasteder errichtet. Das Haus mit dem turmartigen Vorbau, der als Treppenhasu diente, wurde Anfang 1900 als Wohn- und Geschäftshaus erbaut. Es wurde 1980 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die Knoopstraße war nach dem Eisenbahnsekretär Knoop benannt. Der Name wurde Mitte 1950 in Raiffeisenstraße geändert.


Die Errichtung eines Denkmals

 

 

Die Errichtung eines Denkmals für den 1900 verstorbenen Großherzog Nikolaus Friedrich Peter im Jahre 1903

Die Personen in der unteren Reihe sind Brüggemann, Hibbeler, Weitz, Bodenstab sen., Spediteur Indorf, Spangenberg und Kaufmann Töpken.

 

 

 

 

 

 

Der Denkmalsplatz vor der St.-Ulrichs-Kirche um 1910

 


Der Denkmalsplatz vor der St.-Ulrichs-Kirche um 1910

Die Gemeinde hatte ein sehr herzliches Verhältnis zu dem geachteten und beliebten Fürsten und ließ aus Dankbarkait das Denkmal errichten. Es bestand aus mehreren Findlingen. In den oberen und größten Stein wurde ein Bronzerelief (im Profil) des Großherzogs eingelassen. Gestaltet wurde das Monument durch den niederdeutschen Bildhauer Harro Magnussen, geboren in Hamburg 1861.

 

Die Oldenburger Straße um 1925

 


Die Oldenburger Straße um 1925

Die Pflasterung wurde mit Klinkersteinen durch die Firma Dannemann in Oldenburg durchgeführt. Das Pferdefuhrwerk im Hintergrund wurde durch Gerhard Neumann geführt. Rechts durch die Bäume sieht man das Haus von zum Brook, seit 1960 Gärtnerei Wemken. Als die Straße 1950 verbreitert wurde, mußten die Eichen nach und nach fallen. 1965 wurde die Decke asphaltiert.

 

Die Bäckerei Meinen

 

 

Die Bäckerei Meinen an der Oldenburger Straße um 1925

Sie wurde 1880 erbaut, 1954 abgerissen und durch einen Geschäftsneubau ersetzt. Die Personen sind (von links nach rechts) August Küpker, Anni Meinen, Wilhelm Meinen (mit langer weißer Schürze). Die Kinder sind Heinz und Werner Meinen. Der Name der Person ganz rechts war nicht zu ermitteln.

 


Oldenburger Straße - Ecke Bahnhofstraße

 

 

Oldenburger Straße - Ecke Bahnhofstraße

Bis 1891 wurde das Gebäude als Bauernhaus genutzt. Danach baute es J. zur Windmühlen zu einem Privathaus um. Es war dann später im Besitz von Friedr. Töpken und Gerhard Looschen. Seit 1964 ist es das Geschäftshaus von August Bakenhaus.

 

Oldenburger Straße - Ecke Bahnhofstraße um 1915

 

 

Oldenburger Straße - Ecke Bahnhofstraße um 1915

Die letztere mündet gegenüber dem Denkmalsplatz. Links steht das Haus der Familie Degen, rechts das beschriebene Haus von J. zur Windmühlen.

 




Oldenburger Straße - Ecke Anton-Günther-Straße um 1920

 

Oldenburger Straße - Ecke Anton-Günther-Straße um 1920

Das abgebildete Geschäftshaus wurde 1834 von Kaufmann Peters eröffnet. 1913 übernahm es Anni Brötje. Seit 1949 ist es an Johannes Tams verpachtet. 1955 und 1965 wurde das Anwesen jeweils umgebaut. Im Hintergrund sieht man einen Teil des Geschäftshauses von Heinrich Moorhusen.

 

 

Oldenburger Straße - Die Eisenwarenhandlung

 

Oldenburger Straße - Die Eisenwarenhandlung Fr. Hinrichs um 1910

1932 wurde das Haus von Wilhelm Hülsebusch übernommen, 1971 von Klaus Duddeck, der darin ein Reformhaus eröffnete. Die Personen sind (von links nachrechts) August Hinrichs, Fritz Hinrichs, zwei Lehrlinge (Hermann Rehme und Erich Janßen), Hermann Hinrichs, Opa Battermann, Prinzipal Friedrich Hinrichs, Georg Hinrichs.

 


Oldenburger Straße - Sattlerei

 

 

Oldenburger Straße - Sattlerei und Polsterei Friedrich Riemer

Dieses Gebäude entstand 1935 aus einem Altbau, der letzte Umbau erfolgte 1955. Die Linden wurden um 1940 gefällt.

 

 

 

Oldenburger Straße - Am Brink um 1905

 


Oldenburger Straße - Am Brink um 1905

Dieses Bauernhaus, erbaut im 18. Jahrhundert, stand auf dem Grundstück zwischen der Eichendorffstraße (bis 1950 Petersilienstraße) und der Kögel-Willms-Straße. Besitzerin des Hauses war Frau Kögel-Willms. Vor dem Abbruch 1929 bewohnte das Haus die Familie Fritz Spreen. Das Grundstück wurde zunächst als Acker- oder Wiesenland genutzt, heute ist es Parkanlage.

 


Oldenburger Straße - Die Sattlerei Böse 1906

 

Oldenburger Straße - Die Sattlerei Böse 1906

Dieser Betrieb gehörte zunächst Johann Böhlken. Er wurde 1896 von G. Böse übernommen. Als sein nachfolgender Sohn Heinrich 1963 starb, führte seine Ehefrau bis 1972 das Geschäft weiter. Der erste Reichspräsident der Weimarer Republik, Freidrich Ebert, arbeitete in der Firma als wandernder Sattlergeselle um 1900. Vor dem Hause steht G. Böse mit seinem Sohn Heinrich.

 

Oldenburger Straße - Der Brink um 1905

 

 

Oldenburger Straße - Der Brink um 1905

Das reithgedeckte Haus gehörte der Familie Gorath, es wurde 1922/23 abgerissen. Heute steht auf dem Grundstück das Haus der Familie Schriefer. Links im Bild sieht man das Hotel Graf Anton Günther, dahinter das Wohnhaus der Familie Röben.

 

 

Oldenburger Straße - Wohnhaus der Familie Röben 1921

 

 

Oldenburger Straße - Wohnhaus der Familie Röben 1921

An diesem Platz stand früher ein reithgedecktes Bauernhaus, welches am 2. April 1902 abbrannte. In demselben Jahr wurde das abgebildete Haus erbaut.

 

 


Kleibroker Straße - Ecke Uhlhornstraße um 1915

 

Kleibroker Straße - Ecke Uhlhornstraße um 1915

Besitzerin dieses Hauses war die Hebamme Schütte. Seit 1952 gehört es dem Klempnermeister Erich Hüllstede, der es als Geschäftshaus mit Werkstatt umbaute. Vor dem Haus stehen (von links nach rechts) die Schneiderin Ahlers, Frau Platzek, Frau Düser, die Tochter von Frau Platzek und der Postbote Hermann Düser.

 

Oldenburger Straße - Ecke Knoopstraße

 

 

Oldenburger Straße - Ecke Knoopstraße (heute Raiffeisenstraße) um 1910

In diesem Haus wurde 1885 eine Molkerei begründet. Diese zog später, 1901, in einen Neubau in der Knoopstraße. Das Haus wurde jetzt von Schneider Ficken und Hutmacher Jung bewohnt. 1920 errichtete in ihm Hermann Hinrichs ein Geschäft für Eisenwaren, Fahrräder, Maschinen, dazu eine Kfz-Werkstatt. 1963 wurde das Gebäude aufgestockt.

 

Oldenburger Straße - Ecke Knoopstraße 1920

 

 

Oldenburger Straße - Ecke Knoopstraße (heute Raiffeisenstraße) um 1920

Das Geschäftshaus der Firma und Familie Hermann Hinrichs, die ihr Gewerbe heute in der dritten Generation betreibt. Die Personen sind (von links nach rechts) Hermann Hinrichs, seine Ehefrau Helene und Tochter Hela.

 


Knoopstraße - Bäckerei Bohlen um 1910

 

Knoopstraße (heute Raiffeisenstraße) - Bäckerei Bohlen um 1910

Das Gebäude stand auf dem Grundstück, auf dem sich heute die Baustoffhandlung H. H. Grafe befindet. Die Personen sind (von links nach rechts) Georg Bohlen, Karl Bohlen, Frau Bohlen, Heinrich Bohlen, Tochter Grete Bohlen, Heinrich Bohlen jun., die Hausgehilfin, Dieter Decker.

 

 

Knoopstraße Bollmann

 

Knoopstraße (heute Raiffeisenstraße) - Maschinenbaufirma Hermann Bollmann 1911

Das rechte (einstöckige) Haus wurde 189, das linke (zweistöckige) 1904 erbaut. Hermann Bollmann sen. gründete 1905 den Betrieb, der von seinem Sohn später bis 1976 weitergeführt wurde. Auf dem Bild (von links nach rechts): Hagen und Edo Bruhn, Inhaber Hermann Bollmann sen., August Schnake und Hermann Claßen. Die beiden Jungen sind Hermann Bollmann jun. und Oskar Bollmann.

 

Knoopstraße - Die Molkerei um 1930

 

 

Knoopstraße (heute Raiffeisenstraße) - Die Molkerei um 1930

Das Gebäude wurde 1901 als Neubau im Jugendstil erbaut. 1966 wurde es völlig mit Klinkern verblendet. Am 30. November 1979 wurde der technische Betrieb nach Oldenburg-Ohmstede verlegt. Vor der Molkerei steht Friedrich Brick mit seinem bespannten Milchwagen.

 

 

Wiefelsteder Straße - Werkstatt der Möbelfabrik Frers 1928/29

 

Wiefelsteder Straße - Werkstatt der Möbelfabrik Frers 1928/29

Die Firma wurde 1897 in Oldenburg gegründet und 1928 nach Rastede verlegt. Im Mai 1945 wurde sie durch Kriegseinwirkung völlig zerstört. Mit dem Neuaufbau wurde sehr bald begonnen, etwa 1955 beschäftigte man bereits 120 Mitarbeiter. Das Unternehmen stellt hauptsächlich Sitzmöbel her. Auf dem Bild sieht man den Gründer Johann Frers (sitzend der vierte von links), in der gleichen Reihe von links die Söhne Emil, Adolf und Has. Stehend als siebter von links Sohn Herbert.

 

Die freiwillige Feuerwehr Rastede 1929

 

 

 

Die Freiwillige Feuerwehr Rastede 1929

Der erste Feuerwehreinheitswagen mit tragbarer Motorspritze auf einem umgebauten Lastwagen der Marke "Brennabor".

 

 

Die Mitglieder der FFW Rastede etwa um 1902

 

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Rastede etwa um 1902

Von links nach rechts: Obere Reihe: E. Meyer, Fr. Hinrichs, G. Reins, W. Niebuhr, Fr. Hobjesiefken, W. Stigge, J. Oltmanns.
2. Reihe von oben: Fr. Ahlers, W. Meyer, G. Denker, W. Hinrichs, E. Bruhn, Fr. Kuck.
3. Reihe von oben: H. Brandes, C. Hillmer, D. Gode, C. Twist, E. Hüllstede, Weißenborn, C. Hüllstede, M. Hunger.
Untere Reihe: G. z. Brook, H. Stolz, E. Suhr, J. Gösseljohanns, H. Uhlhorn, M. Ott.

 

Das Klinkerwerk

 

 

Das Klinkerwerk Walter v. Essen in Kleibrok um 1930

Dieses wurde 1941 modernisiert. Am 12. Januar 1983 brannte es ab.

 

 

 

Das Klinkerwerk 1928

 

Das Klinkerwerk Walter v. Essen im Jahre 1928

Die Betriebsangehörigen anläßlich des Arbeitsjubiläums von Konrad Bödeker. In der oberen Reihe (von links nach rechts) K. Raeker, A. Behlen, H. Niebur, K. Kickler, H. Onken, unbekannt, E. Menke, D. Bürtjen, G. Kickler jun.
In der unteren Reihe (von links nach rechts) K. Büntjen, L. Niebur, G. Neebur, W. Bödeker, K. Bödeker (der Jubilar), H. Bödeker, J. Garber.

 

 

Peterstraße Brötje

 

 

Peterstraße - Die Firma August Brötje, Heizungsbau, 1932

Vor dem Betrieb steht der Festzugswagen für den Umzug zum 1. Mai. Rects auf dem Wagen steht August Brötje sen. im grauen Kittel, darunter seine Ehefrau mit einem Geschäftsbuch unter dem Arm.

 

 

Die Belegschaft August Brötje

 

 

Die Belegschaft der Firma August Brötje, Heizungs- und Radiatorenwerk, 1936

Die Aufnahme entstand anläßlich einer Betriebsfeier im Festsaal des Gasthauses Rabe in Wiefelstede. In der Mitte ditzt der Inhaber August Brötje sen., links im Bilde seine Ehefrau.

 

 

Schulstraße - Die Bauschule Carl Rohde 1907/08

 

 

Schulstraße (heute Thoradestraße) -Die Bauschule Carl Rohde 1907/08

Dieselbe wurde 1905 in Zetel durch Carl Rohde gegründet und durch die Initiative des Gemeindevorstehers Uhlhorn 1907 nach Rastede geholt. Das Bild zeigt die Zimmerer mit ihren Modellen. Die Windmühle (links) steht im Landesmuseum Oldenburg (Schloß). Rechts der Direktor Carl Rohde.

 

 

Anton-Günther-Straße - Richtfest

Anton-Günther-Straße - Richtfest des Neubaus der Bauschule Carl Rohde 1928

Die Tafel zeigt an: Maurerarbeiten: Kaper & Jaap und Karl Bartels; Klempnerarbeiten und Lichtanlagen: Heinrich Moorhausen; Tischlerarbeiten: J. Sommer, B. Holstein; Schmiedearbeiten: K. Hüllstede - sämtlich aus Rastede; Malerarbeiten: J. Brink, Neustadtgödens. Die Schule wurde im Jahre 1929 fertiggestellt.

Die Personen sind (von links nach rechts) zwei Töchter von Töpfer Degen, Else Rohde, Grete Finke, zwei Töchter von Friseur Stahmer; mit Bierglas Bauherr Carl Rohde, Karl Bartels; ganz rechts die Damen Mimi Heine, Ilse Walter.

Die Fahnenweihe

 

Die Fahnenweihe der Bauschule Carl Rohde im Februar 1928

Die handgemalte Fahne wurde von Justus Brink, Neustadtgödens, gefertigt. Sie wurde in der St.-Ulrichs-Kirche durch Pastor Janßen sen. geweiht. In weißen Kleidern in der Mitte des Bildes sieht man die Fahnenjungfern. Eine der beiden, Else Rohde, die Tochter des Direktors:
"Es war an diesem Tag sehr kalt, ich fror, denn ich war als Fahnenjungfer dabei."

 

 

Baumgartenstraße - Tischlerei Ott im Jahre 1928

 

 

Baumgartenstraße - Tischlerei Ott im Jahre 1928

Das Haus wurde 1895 von Marcus Ott erworben, seine Nachfolger waren Wilhelm Ott, später Willi Ott. Das Möbelgeschäft und der Betrieb wurden im Laufe der Jahre umgebaut und vergrößert.

 

 

Schützenhofstraße - Bauernhaus im Jahre 1910

 

 


Schützenhofstraße - Bauernhaus im Jahre 1910

Dieses wurde 1964 abgebrochen und durch ein neues Wohnhaus ersetzt. Die Personen sind (von links nach rechts) Almut Brick, Gerhard Brick, Johanne Brick mit Tochter Almut.

 

 

 

Gutshaus Silberkamp um 1900

 

Gutshaus Silberkamp um 1900

Dieses wurde 1790 erbaut. 1894 wurde der vordere Erker angebaut. 1965 wurde das Gebäude durch Renovierungen nochmals stark verändert. Der erste Besitzer war Louis Marcell de Cousser, dem von Biehla folgte. 1904 wurde das Gut von Bernhard Hümme erworben, dem durch Erbfolge 1962 Carl Otto Hümme folgte.

 

 

 Der Bahnhof Hahn um 1910

 

 

Der Bahnhof Hahn um 1910

Dieser wurde um 1875 erbaut und 1975 abgerissen. Das Geschäftshaus oben rechts wurde 1904 von H. J. Pralle errichtet und 1929 von Büsselmann erworben. Am 16. April 1945 wurde es durch Bombenschaden völlig zerstört, danach aber wieder aufgebaut.

 

 

Heinemanns Karusell

 

Heinemanns Karusell (früherer Besitzer Fink)

Dieses Bodenkarusell ist über 80 Jahre alt. Es wurde zunächst durch ein im inneren Ring laufendes Pferd bewegt, später durch einen 12-PS-Dieselmotor Typ Lanz Bulldog und zuletzt elektrisch angetrieben. Als Musik diente zunächst eine Walzenorgel, später eine Notenorgel, geliefert von der Firma Ruth Waldkirch. Seit 1950 war der letzt Besitzer Fritz Heinemann. 1980 wurde es an das Museumsdorf Cloppenburg verkauft.

 

Parkstraße - Ziehbrunnen

 

Parkstraße - Bis 1958 war hier der abgebildete Ziehbrunnen

Diese Form der Wasserbeschaffung war bereits in vor- und frühgeschichtlicher Zeit allgemein bekannt und wurde erst mit dem Ende des 19. Jahrhunderts durch eine Saugpumpe abgelöst. Der aus einem Eichenstamm gehauene Pfosten, der Sodbaum (Sod gleich Brunnen) konnte eine Höhe von fünf Metern erreichen. Manchmal benutze man dafür auch einen lebenden Eichbaum.
"De Welt geiht up un dal - as ´n Sodsteert", sagt der Volksmund im Oldenburger Land.