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Gemeinde-Portrait Rastede

Nur etwa 10 km nördlich von Oldenburg liegt der Luftkurort Rastede. Graf Anton Günther von Oldenburg hatte hier im Dreißigjährigen Krieg seine Sommerresidenz errichtet. Das erhaltene historische Ensemble aus Schloss, Schlosspark und Erbprinzenpalais verleiht Rastede noch heute die Atmosphäre einer alten Residenz. Das Schloss wird immer noch von der herzoglichen Familie genutzt. Das Palais und der Palaisgarten ist von der Gemeinde gepachtet worden und wird für kulturelle Zwecke genutzt. Überregional bekannt geworden sind die Rasteder Theatertage mit Shakespeare-Aufführungen unter freiem Himmel. Ansonsten finden im Palais regelmäßig Ausstellungen und Vortragsveranstaltungen statt.

Das älteste heute noch bestehende Bauwerk in Rastede ist die St. Ulrichs-Kirche, die 1059 von Graf Hugo gestiftet wurde. Sie gehört zu den kulturhistorisch bedeutsamsten Baudenkmälern in Norddeutschland.

Die Gemeinde Rastede hat ca. 20.000 Einwohner. Nicht ganz die Hälfte davon leben im Hauptort Rastede. Weitere Siedlungsschwerpunkte der Gemeinde sind im Norden die Ortschaft Hahn-Lehmden und im Süden die Ortschaften Wahnbek-Ipwege sowie Loy-Barghorn. Die Gemeinde Rastede setzt sich aus den folgenden 27 Bauernschaften zusammen:

Rastede I 
  Kleinenfelde
     Wahnbek  Bekhausen  
Rastede II   Neusüdende I
  Ipwege  Wapeldorf  
Hostemost  Neusüdende II
  Ipwegermoor  Heubült  
Südende I  Hankhausen I
  Lehmden  Rastederberg  
Südende II  Hankhausen II
  Hahn  Liethe  
Kleibrok   Loy
  Lehmdermoor   Leuchtenburg  
Delfshausen  Barghorn
  Nethen    

Noch in den fünfziger Jahren war die wirtschaftliche Struktur Rastedes vor allem durch Landwirtschaft und wenige Großbetriebe geprägt. Um eine größere wirtschaftliche Stabilität zu erreichen, wurde von der Gemeinde die Ansiedlung kleinerer und mittlerer Betriebe gefördert. Bei dieser Ansiedlungspolitik konnte die Gemeinde einen erheblichen Vorteil ausnutzen: die gute Verkehrsanbindung des Standortes. Rastede liegt an der Hauptverkehrsachse zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven und verfügt schon seit Ende des 19. Jahrhunderts über einen Bahnanschluss (Bahnlinie Oldenburg - Wilhelmshaven seit 1867). 1972 kam der Autobahnanschluss dazu (A 29 und A 293). Dadurch wurde nicht nur die Verkehrsanbindung für Rastede erheblich verbessert, sondern auch die Hauptverkehrsstraße vom Durchgangsverkehr Oldenburg - Wilhelmshaven entlastet.

Mittlerweile verfügt Rastede über eine vielfältige Struktur von kleinen, mittleren und großen Betrieben aus den Bereichen des verarbeitenden, des produzierenden sowie des Baugewerbes.
Desweiteren verfügt Rastede über eine für die Gemeindegröße sehr gute Dienstleistungsstruktur.

Ein weiteres wirtschaftliches Standbein ist der Fremdenverkehr. 1983 wurde die Gemeinde Rastede offiziell als Luftkurort anerkannt. Seitdem wurde die für einen Tourismus notwendige Infrastruktur durch kommunales und privates Engagement ständig verbessert (Hallenbad, Fitnesscenter, Hotelneubauten). 1996 wurde mit Eröffnung einer soziopsychosomatischen Fachklinik der Einstieg in eine kurortgerechte medizinisch-therapeutische Infrastruktur geschafft.

(Quellennachweis: Landkreis Ammerland - www.ammerland.de  / ergänzt und aktualisiert nach eigenen Recherchen)

 
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